1. Auftakt
Das Action-Painting-Event startet mit einer Bilder-Show abstrakter Maler wie Jackson Pollock, Franz Kline, Cy Twombly. Dabei zeigt sich, welche Assoziationen abstrakte Malerei zulässt und dass ein Jeder das Bild individuell betrachtet und etwas „Eigenes“ erkennt.
Der Kern der Betrachtung ist jedoch, dass die Meisten denken: „Das kann ich auch!“ – Das ist die erste Etappe die Hemmschwelle zu senken.
2. Warm malen
Nach der Einstimmung kann jede*r Teilnehmer*in 2-3 eigene Blätter malen, um sich mit den Farben und Werkzeugen vertraut zu machen. Und spätestens hierbei, wenn die magischen Werkzeuge ausprobiert werden und man feststellt, dass auch ein Pinselstrich ein Bild gestalten kann, sinkt die Hemmschwelle weiter und Sie haben „alle im Boot.“
3. Die große Bühne
Der Haupt-Act! Die Malfläche ist eröffnet und alle dürfen zur gleichen Zeit malen. Jede*r kann sich mit seiner/ihrer Idee einbringen, gestalten, verändern, ergänzen und Impulse setzen. Es gibt keinen Plan und keine Regeln, zumindest, wenn Sie das Action-Painting zur Teamentwicklung einsetzen möchten. Wenn Sie es als Spaßevent einsetzen, achte ich darauf, dass keine große Frustration aufkommt.
Das Bild ist dann fertig, wenn die Gruppe es so entscheidet. Von meiner Seite gibt es keine Zeitbegrenzung.
Und auch folgendes ist besonders wichtig und gut zu wissen:
Keine Bewertung!
Nichts zu bewerten steht an erster Stelle meines Konzeptes. – Sei es der eigene Kritiker der zum Schweigen gebracht werden soll oder eine Bewertung von außen. Meistens bremst eine Bewertung aus und die Kreativität kommt ins Stocken.
Mut machen!
Beim Action-Painting-Event zählt der Prozess. Sie können nichts falsch machen, denn was Ihnen vielleicht als misslungen erscheint, ist für den Nächsten eine Inspiration.
Kunst entsteht manchmal aus Verzweiflung!
Eine wohlbekannte Frage: „Was hat der Künstler sich dabei gedacht?“ – „Nichts.“ Das ist eine erlaubte Vermutung; denn manche Malerei entsteht, weil man nicht weiter weiß. In dem Moment hat man nichts mehr zu verlieren, wird frei im Kopf und malt drauf los und wird erfinderisch.
Mit diesem Gedanken, nehme ich den Leistungsdruck aus der Veranstaltung und ich bekomme wirklich jeden dazu mitzumachen, egal wie alt, wie sportlich oder aus welcher Kultur die Teilnehmer*innen sind.
Schauen Sie sich dazu Werke von Kazuo Shiraga oder Lucio Fontana an.
Kazuo Shiraga malt mit den Füßen – kam das daher, weil er aus Frust über sein Bild gelaufen ist?
Lucio Fontana auf der Suche nach Spannung. Er hat sie nicht gefunden und aus Verzweiflung seine Leinwand zerschnitten … ?
Magische Werkzeuge
Sind für jeden, den ich nicht überzeugen konnte, dass malen KÖNNEN für das Action-Painting-Event unwichtig ist, die Rettung. Mit meinen selbst entworfenen magischen Werkzeugen kann keiner malen. Damit heißt es: Auf ins Abenteuer!

